Wie nachhaltig ist unser aktuelles Wirtschaftssystem? Wie können wir es gestalten, damit Menschenrechte und die Umwelt geschützt werden? Wie schaffen wir eine bessere und gerechtere Welt? In der zweitägigen entwicklungspolitischen Landeskonferenz kommen Expert*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Gewerkschaften zusammen, um sich gemeinsam über die aktuelle Lage der Menschenrechte in globalen Lieferketten auszutauschen, das deutsche Lieferkettengesetz zu diskutieren und anschließend eine gemeinsame Vision für 2030 zu erarbeiten.

DSC00221Katrin Beckedorf, Geschäftsführerin vom Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen, eröffnete die Landeskonferenz am 15. Juli, die im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums des Vereins stattfand. Dr. Jörg Mielke, Chef der Staatskanzlei, überbrachte sein Grußwort.

Viele der Produkte, die wir tagtäglich kaufen, haben in der Herrstellung enorme Folgen: massive Umweltschäden beim Rohstoffabbau sind keine Seltenheit. Auch kommt es immer wieder kommt es zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen durch die Wirtschaftsunternehmen weltweit. Besonders globale Lieferketten sind davon betroffen. Dies geschieht durch deutsche Unternehmen und deren Tochterunternehmen oder Zulieferer. In den Impulsvorträgen "Globale Menschenrechtsverletzungen" kommen Menschen aus dem Globalen Süden zu Wort. Sie berichten, was in verschiedenen Regionen der Erde passiert, um Produkte für die deutsche Wirtschaft herzustellen. 

DSC00354Vor wenigen Wochen wurde das "Lieferkettengesetz" im Bundestag verabschiedet – ein Etappensieg für die Menschenrechte findet der VEN, der die Initiative Lieferkettengesetz unterstützt! Doch wie geht es nun weiter? Was kann das Gesetz leisten und was nicht? Bernd Lange, Mitglied des Europäischen Parlaments (SPD), Amanda Luna, Geschäftsführerin MamaKiya e.V., Steffen Vogel von GermanWatch und der Initiative Lieferkettengesetz diskutierten dies mit Moderatorin Barbara Parente.

"Postwachstum – muss unser Wirtschaftssystem neu gedacht werden?" lautete der Titel des Impulsvortrages von Christoph Sanders, der beim Konzeptwerk Neue Ökonomie als Referent für Transformative Bildung arbeitet.

Etwa 70 Prozent des weltweiten Kakaos stammen aus Afrika; weniger als 1 Prozent der weltweiten Schokolade werden in Afrika produziert. Das will fairafric ändern. Sales Managerin Luise Sasse stellt die Arbeit des Start-Ups vor. Ziel ist es die Rohstoffe lokal weiterzuverarbeiten und die Wertschöpfung so weit wie möglich nach Afrika zu verlagern. Das 2016 gegründete Unternehmen produziert hochwertige Bio-Schokolade aus Ghana – und zwar in Ghana: vom Kakaobaum bis zur fertig verpackten Tafel.

Unter dem Titel Vision 2030 - Wirtschaft und Menschenrechte kamen am 15. und 16. Juli mehr als 50 Personen zusammen, um online und im Pavillon Hannover über nachhaltiges Wirtschaften zu diskutieren. Marilyn-Luise Utke hat die Programmpunkte in Bildern festgehalten.

DSC00523Wie nachhaltig ist unser Wirtschaftssystem? Das diskutierten Dr. Maria Flachsbarth (MdB CDU), Ottmar von Holtz (MdB Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Matthias Miersch ( MdB SPD) mit Moderatorin Barbara Parente.

Die Entwicklungspolitische Landeskonferenz "Vision 2030 - Wirtschaft und Menschenrechte" wurde organisiert von Sadiah Meiselbach - Projektleiterin von „Niedersachsen macht mobil – für Unternehmensverantwortung“ beim Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen. Unterstützt wurde sie dabei von Lucie Bähre, Sören Barge, Lea Pohl und Emily Range. Zudem hat ein Team junger Journalist*innen die Konferenz medial begleitet.

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