logo kleinMit dem Projekt „Weltwunder! Wandel statt Wachstum“ hat der VEN Menschen und Initiativen zusammen gebracht, die sich mit tollen Ideen und Aktivitäten auf den Weg für eine bessere Welt ganz praktisch gemacht haben. Mit konkreten Projekten inspirieren - von der Regionalwährung Lindentaler bis zum globalen Austausch über das Learn2Change-Netzwerk.

 

Die Gleichzeitigkeit von globalen Veränderungen und Krisen bewegt Menschen: Wie gehen wir mit Rohstoffunsicherheiten um? Wie bekommen wir den Klimawandel in den Griff? Wie sieht ein gutes und sicheres Leben, Arbeiten, Wirtschaften für mich, meine Familie, Freunde, Dorf oder Stadt aus angesichts anstehenden Wandels? …ohne dass es eine Kehrseite von Armut und Zerstörung gibt? Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung WBGU bezeichnet die Dynamik eines anstehenden Wandels als „die Große Transformation“. Neue soziale Bewegungen wie z.B. die Postwachstums-Initiativen („degrowth"), denken die vielfältigen Handlungsfelder von Entwicklungs- und Umweltpolitik gemeinsam: Ob es um Wirkungsketten in der Lohnarbeit für die globale Bekleidungsbranche, die Folgewirkungen von Landraub, bewaffnete Konflikte um Erdöl oder unseren Fleischkonsum als weltumspannendes Geschäft geht: Das Postwachstums-Thema verbindet unsere Rohstoffnutzung mit Modellen von Wohlstand jenseits einer weiteren Steigerung des BIP.

 

„Pioniere des Wandels“

„Pioniere des Wandels“ stellen Aktivitäten vor, um eine Übersetzungsarbeit von abstrakten Zielen der SDGs zu konkreten Handlungsoptionen zu leisten.

5 Beispiele für Projekte und „Pioniere des Wandels“:
(Alle Beispiele in der Broschüre „Weltwunder! Wandel statt Wachstum“

Beispiel zu SDG 1 – Armut beenden

Die Regionalwährung Lindentaler
„Mit dem Lindentaler können wir regionale Wertschöpfungsketten stärken und das solidarische Miteinander fördern. Menschen mit geringen Einkommen wird dadurch wieder eine Teilhabe ermöglicht“. Rainer Kühn, Initiator des Leipziger Lindentalers

Beispiel zu SDG 2 – Ernährung sichern

Selbstversorgung leicht gemacht – mit der Solidarischen Landwirtschaft
„Unsere Mitglieder finanzieren die Erzeugung von Lebensmitteln mit einem festen monatlichen Beitrag vor und bekommen dafür einen Teil der Ernte.“ Oliver Hoffmann, Hof Tangsehl

Beispiel zu SDG 6 – Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen

Viva con Agua ist mittlerweile in über 40 europäischen Städten aktiv. In Osnabrück hat sich bereits vor Jahren eine Regionalgruppe angesiedelt. Aktionen, wie z.B. das Aufstellen von großen Pfandsammeltonnen auf Festivals oder Bildungsaktionen helfen dabei, Spenden für Wasserprojekte zu sammeln.
„Es ist toll, welch positive Resonanz uns entgegen gebracht wird.“ Merle Nicolai, Aktivistin

Beispiel für SDG 15 – Landökosysteme schützen – Artenvielfalt erhalten

„Beim Blick in einige landwirtschaftliche Betriebe haben wir festgestellt, dass eine stabile soziale Gemeinschaft, einer stabilen, auf ökologischen Landbau und würdevolle Tierhaltung ausgerichteten Landwirtschaft immer vorausgeht.“
Cheryl Meiseberg, Permakulturgestalterin und Umwelt- und Erlebnispädagogin auf Hof Luna

Beispiel für SDG 17 – Globale Partnerschaften

„Das Learn2Change-Netzwerk gibt mir Kraft und Stabilität für meine alltägliche Arbeit und die Gewissheit, dass es rund um den Globus so einige Menschen gibt, die sich genau für den Schutz der indigenen Völker einsetzen, wie ich es tue. Ich kann mich ganz einfach mit ihnen austauschen und von ihnen lernen. Das ist für mich gelebtes Weltbürgertum.“
Ruby Hembrom, Buchautorin und Inhaberin des Verlags Adivaani