Der Menschengemachte KlimawandelZahlreiche Forschungsergebnisse zeichnen ein eindeutiges Bild: Durch Menschen freigesetzte Treibhausgase sind hauptverantwortlich für den derzeitigen globalen Klimawandel. Insbesondere die Verbrennung von fossilen Rohstoffen, die Industrialisierung der Landwirtschaft und das hohe Konsumniveau erhöhen die Treibhausgaskonzentration in unserer Atmosphäre. Dies führt zu einer Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche. Die Konzentration an Treibhausgasen wird zusätzlich durch die Zerstörung von wertvollen CO2- und Methan-Speichern wie Wäldern und Mooren erhöht.

 

Langfristige und auch kurzfristige klimatische Veränderungen etwa durch Vulkanausbrüche, hat es immer schon gegeben. Doch in den vergangenen hundert Jahren beobachten Klimaforscher*innen eine ungewöhnlich schnelle Erwärmung der globalen Durchschnittstemperatur. Diese Erwärmung lässt sich nur durch menschliche Einflüsse auf das Klima erklären. Sie ist besonders seit der zweiten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts sehr deutlich zu beobachten. Durch die Erwärmung schmelzen Gletscher, sowie der Nord- und Südpol allmählich ab, wodurch der Meeresspiegel ansteigt. Extremwetterereignissen und Veränderungen der Niederschläge nehmen zu. Folgen dieser Veränderungen sind eine Häufung an Überschwemmungen, Stürmen und Dürren. Die Auswirkungen des Klimawandels sind dabei regional unterschiedlich.

Auch in Deutschland erwarten Forscher*innen, dass beispielsweise Hitze- und Trockenperioden zunehmen und es häufiger zu Starkregen-Ereignissen kommt. Die Küstenregionen sind vom deutlichen Anstieg des Meeresspiegels und einer Zunahme an Sturmfluten betroffen. Hitze- und Dürreperioden im Sommer haben in den vergangenen 50 Jahren bereits deutlich zugenommen. Wälder leiden unter vermehrten Trockenperioden und in Gewässern können sich verstärkt Algen und Bakterien vermehren.                                                                                                                   

Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) 
Um den Klimawandel und seine Folgen so genau wie möglich abschätzen zu können, hat die UN den IPCC  ins Leben gerufen. Der IPCC ist ein Zusammenschluss tausender Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt, die nicht selbst forschen, sondern die Ergebnisse der Klimaforschung weltweit sichten, zusammentragen und in regelmäßigen Berichten darstellen. Diese Berichte dienen den Vereinten Nationen als Basis, auf der sie politische Entscheidungen im Umgang mit dem Klimawandel treffen.

1994 trat die sogenannte Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen in Kraft: ein erstes internationales Umweltabkommen, um die gefährliche menschliche Einwirkung auf das Klimasystem zu verhindern. Die 197 Vertragspartner*innen der Konvention treffen sich jährlich zu Konferenzen, den sogenannten COP (engl. conference of the parties). Ein politisch besonders wichtiges Treffen war das COP21 in Paris , bei dem ein völkerrechtlich bindendes Abkommen zur Begrenzung der Erderwärmung auf 2 Grad, wenn möglich 1,5 Grad, geschlossen wurde. 

Wie der IPCC klarstellt, stehen der Menschheit inzwischen alle technischen Mittel zur Verfügung, um den Klimawandel aufzuhalten. Ob und wie weit sie eingesetzt werden, hängt vom politischen Willen und Durchsetzungsvermögen der Politiker*innen ab, nicht zuletzt aber auch von der Bereitschaft von uns allen, uns dafür einzusetzen und auch unsere eigene Lebensweise anzupassen.

Foto: NASA Goddard Photo and Video / CC BY 2.0