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Was kann ich tun, um nachhaltiger zu leben – damit die Welt auch morgen noch existiert? Vom 8. bis 15. Juni zeigen die Eine Welt-Promotor*innen aus Niedersachsen wie zahlreiche Initiativen Verantwortung für eine global gerechte Welt übernehmen. Mit einer Kamerabox touren sie durchs Land und kommen in sieben Regionen mit den Menschen ins Gespräch.

Vom 8. bis 15. Juni 2021 zeigen die Eine Welt-Promotor*innen in Niedersachsen die vielfältigen Möglichkeiten wie bereits heute lokale Initiativen Verantwortung übernehmen, um zu einer global gerechten Welt beizutragen. Mit sieben Zielen für eine global gerechte Welt und einer mobilen Kamerabox machen die Eine Welt-Promotor*innen Halt in sieben Regionen. Sie laden dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, wie ein global ökologisch und sozial gerechter Wandel vor Ort aussehen kann. Die Stationen: Osnabrück (8.06.), Oldenburg (9.06.), Bücken (10.06.), Lüneburg (11.06.), Wolfsburg (12.06.), Göttingen, (14.06.), Hannover (15.06.).

SDG icon DE 02Wie wir uns ernähren, hat einen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Und es hat Konsequenzen für die Menschen, die unsere Lebensmittel produzieren, für andere Lebewesen sowie für unsere Umwelt und unser Klima. In den vergangenen Jahrzehnten etablierten sich im Lebensmittelsektor komplexe Lieferketten, die maßgeblich von großen Konzernen gestaltet werden. Die Menschen, die unsere Lebensmittel herstellen, sind gänzlich in den Hintergrund geraten. Vor allem im Globalen Süden wird vielen Menschen der Zugang zu Boden und Wasser oder zu Saatgut erschwert. Investor*innen kaufen Flächen, auf denen dann Monokulturen für den Export angebaut werden. Gleichzeitig ruinieren billig importierte Produkte der subventionierten Landwirtschaft in Europa die lokale Lebensmittelerzeugung und zerstören die Lebensgrundlage vieler Kleinbauernfamilien. Der Preisdruck bringt Landwirt*innen und Arbeiter*innen in der handwerklichen Lebensmittelverarbeitung überall auf der Welt an den Rand ihrer Existenz.

SDG icon DE 04Wir wissen, dass unsere Welt einen Wandel braucht, damit wir z. B. den Müll aus den Ozeanen holen, das rasante Aussterben vieler Pflanzen- und Tierartenstoppen, den extremen Klimawandel verringern, Kriege vermeiden und die sozialen Ungerechtigkeiten zwischen Ländern und Menschen aufheben können… die Liste scheint endlos lang. Wir haben schon viele Vorstellungen und Ideen entwickelt, was sich konkret ändern soll. Und doch setzen wir nur wenig in unserem Alltag um. Unsere individuellen Änderungen allein reichen nicht aus, wir brauchen auch strukturveränderndes und politisches Engagement. Denn man hat einen wesentlich größeren Hebel, um den Wandel voranzubringen, wenn man gemeinsam an diesen beiden Strängen zieht.

8 menschenwürdige Arbeit und WirtschaftswachstumDie Realität der globalisierten Wirtschaft zeigt, dass unternehmerisches Handeln – bewusst oder unbewusst – zur Verletzung von Menschenrechten und Umweltzerstörungen führen kann. Ausbeutung ist die Norm. Unternehmen nutzen komplexe Liefer- und Wertschöpfungsketten, bei denen es immer wieder zu tödlichen Unfällen, Umweltkatastrophen und schweren Menschenrechtsverletzungen kommt. Oft werden Arbeits-, Sicherheits- und Umweltstandards entlang der Lieferketten nicht eingehalten.

SDG 10Der Wohlstand ist ungleich verteilt – lokal und global. Kolonialismus und das Fortbestehen vieler seiner Strukturen spielen dabei eine wichtige Rolle. Heutige rassistische Strukturen lassen sich nur verstehen, wenn wir die dazugehörige(n) Geschichte(n) kennen. Viele wichtige Perspektiven, insbesondere von Negativbetroffenen, werden dabei allzu oft nicht wahrgenommen. Eine Welt-Regionalpromotor Chris Herrwig setzt sich in Göttingen für Dekolonialisierung ein.

SDG 11Wir leben in Städten. Wir leben in Dörfern. Wir leben in urbanen Räumen. Wir leben auf dem Land. Lebensraum zu schaffen hat nicht selten Auswirkungen auf Klima, Umwelt, Gesundheit – auf eine nachhaltige Entwicklung. Viele der globalen Nachhaltigkeitsziele stehen daher in direktem Zusammenhang mit der Gestaltung menschlicher Lebensräume. Städte und Gemeinden sind Verursacher von Umweltverschmutzung und beeinflussen das Klima. Gleichzeitig sind eben diese Orte auch Ursprung für Innovation und Fortschritt: partizipative Stadtentwicklung, ressourcenschonende Mobilität, bezahlbarer Wohnraum, grüner öffentlicher Raum, langfristige Klimaanpassung. Viele Konzepte sind vorhanden, es mangelt oft an ihrer (großflächigen) Umsetzung. In den Metropolen des Globalen Südens sind die Herausforderungen essenzieller: der Zugang zu Ressourcen ist noch immer ungleich verteilt.

SDG icon DE 12Immer mehr Menschen auf der Erde verbrauchen immer mehr Ressourcen. Rohstoffe werden häufig nach rein ökonomischen Interessen und ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt gewonnen. Ein Großteil der weltweit geförderten Rohstoffe dient vor allem den Bedürfnissen und Konsumgewohnheiten von Menschen in Industrieländern wie Deutschland. Seit den 70er Jahren hat sich der weltweite Konsum an materiellen Gütern mehr als verdreifacht und wächst ungebrochen. Die daraus resultierenden Menschenrechtsverletzungen und Schäden für die Umwelt treffen vor allem Länder des Globalen Südens. Auf lange Sicht führt dieser Lebensstil zu einer Erschöpfung der natürlichen globalen Ressourcen, zum schnellen Voranschreiten des Klimawandels und einer Zunahme sozialer Ungleichheit weltweit.

17 Partnerschaften für die ZieleDas Oberprinzip der Agenda 2030 lautet: „Niemanden zurücklassen“. Es ist unsere gemeinschaftliche Verantwortung, allen Menschen Zugang zu Bildung, Forschung und fairen Arbeitsbedingungen zu verschaffen, den Zusammenhalt zu stärken und alle auf den Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung mitzunehmen. Mit Hilfe der Entwicklungszusammenarbeit wird die weltweite Armut gemindert, der Frieden gesichert und Notlagen gelindert. „Wir können die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen, ebenso wie wir die letzte sein könnten, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten.“ erklärte, Ban-Ki Moon, der von 2007 bis 2016 UN-Generalsekretär war.

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