Ich! Ich! Ich! - Das Menschenbild in der Ökonomie

Stadt
Hannover
Datum
12.02.2019 19:00 - 21:00
Veranstaltungsort
Kulturzentrum Pavillon - Lister Meile 4, 30161 Hannover
Anhang

Ökonom*innen mischen gerne im politischen Geschehen mit. Sie werden oft zitiert und finden sich in diversen Gremien wieder. Auch Friedrich Merz beruft sich auf Ökonom*innen, wenn er z.B. erläutert, dass ein Hartz IV Satz von 132 Euro ausreichend wäre. Eine niedrige Grundsicherung, so heißt es im Sprech der Ökonomie, verstärke den »Anreiz«, am Arbeitsmarkt teilzunehmen. Dahinter steht ein ganz bestimmtes Menschenbild der herrschenden ökonomischen Theorie – der »homo oeconomicus«. Hier heißt Menschsein, in allen Lebensbeziehungen den eigenen Nutzen zu maximieren. Mitmenschen sind nach dieser Theorie vor allem Gegner im Kampf ums Dasein.

Wir wollen einmal hinter derartige Annahmen schauen. Was denken Ökonom*innen über die Menschen? Was halten sie von Menschenrechten und Sozialstaat? Ist der Ökonomie gar eine spezifische Menschenfeindlichkeit inhärent? Welche alternativen Ansätze gibt es?

Referentinnen und Referenten:

Ulrike Herrmann, Journalistin bei der taz und Autorin mehrerer Bücher, unter anderem des Bestsellers: »Der Sieg des Kapitals«

Dr. Sebastian Thieme, Tätig am MeM – Berliner Denkfabrik für Wirtschaftsethik e.V. und Verfasser der Arbeit: »Der Ökonom als Menschenfeind?«