SDG 10Hinter diesem Ziel steht die Abschaffung aller diskriminierenden Gesetze, Politiken und Praktiken bis 2030. Es umfasst die Forderung nach einer sicheren Migration sowie die Vertretung und Mitsprache von Ländern des Globalen Südens bei der Entscheidungsfindung in den internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen. Es besagt auch, dass alle die gleichen Chancen haben sollten, etwa beim Zugang zu Bildung und zur Gesundheitsversorgung sowie sozialer und wirtschaftlicher Teilhabe. 
Was bedeutet das für Deutschland und für niedersächsische Kommunen? Beispielsweise: Der aktive Einsatz gegen rassistische Praktiken in sämtlichen Ämtern, Behörden - darunter selbstverständlich auch der Polizei - und anderen Institutionen sowie die Entwicklung klarer antidiskriminierender Strukturen und Instrumente. Und es bedeutet: Die Aufarbeitung von kolonialen Kontiutitäten in der eigenen Stadt, Bemühungen um Integration/Inklusion und die Förderung gleicher Bildungschancen.
 
1. Welche Maßnahmen möchten Sie ergreifen, um gegen Rassismus und rechte Strukturen vorzugehen?
2. In wie fern wollen Sie sich an aktuellen Bemühungen rund um die Aufarbeitung des Thema Kolonialismus in Ihrer Kommune beteiligen und wie kann für Sie eine konkrete Unterstützung der Bündnisse, Initiativen und Gruppen, die sich gegen Rassismus und koloniale Kontinuitäten engagieren, aussehen?
3. Wie wollen Sie dazu beitragen, dass alle Menschen in Ihrer Kommune gleiche Chancen haben hier zu arbeiten, zu wohnen, ein Studium/Ausbildung erfolgreich zu absolvieren und gut miteinander leben zu können?
4. Welche Mitgestaltungsformen, öffentliche Räume und lebendige urbane Treffpunkte werden Sie fördern, ausbauen oder neu schaffen, um Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen in der Stadt, insbesondere in den Stadtteilen, zur gesellschaftlich-kulturellen Teilhabe in ihrem kommunalen Lebensraum zu ermutigen? 
5. Was halten Sie etwa von gewählten „Ausländer:innen-/Integrationsbeiräten“ (wie es sie z.T. in anderen Bundesländern gibt) und vom Kommunalwahlrecht auch für Menschen aus außereuropäischen Ländern? (s. auch Gutachten Niedersachsen 2030 – Potentiale & Perspektiven).
 
Abschiebungen und Rückführungen:
6. Wie steht Ihre Partei zu Abschiebungen, Rückführungen und Duldungen geflüchteter Menschen?
7. Welche konkreten Maßnahmen trifft Ihre Partei, diese unmenschlichen Maßnahmen zu beenden und Wege ins Bleiberecht für geflüchtete Menschen zu schaffen?
 
Unterstützung zivilgesellschaftlicher Initativen:
8. Wie möchte Ihre Partei zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich für die Belange geflüchteter Menschen einsetzen, stärker unterstützen?
9. Wie möchte Ihre Partei politische und gesellschaftliche Strukturen öffnen, um geflüchteten Menschen mehr Mitbestimmung zu ermöglichen?
 
 
 
Diese Fragen sind von Radio Globale/Oeins Oldenburg, ÖZO  und IFAK e.V. Die letzten vier Fragen sind von Seebrücke Lüneburg.