Die globalisierte Wirtschaft ist vernetzt wie nie zuvor. Viele Unternehmen sind direkt oder indirekt über Tochterunternehmen, ausgelagerte Produktionsstandorte, Einkauf von Rohstoffen, Zukauf von Produkten, aber auch Investitionen und Beteiligungen weltweit tätig. Damit haben sie auch Einfluss auf Länder des Globalen Südens.

Die Bilder des Einsturzes der Fabrik Rana Plaza in Bangladesch mit über 1100 Toten hat bei vielen die Frage nach der Verantwortung von europäischen Unternehmen in den Vordergrund gerückt. Die europäischen und amerikanischen multinationalen Unternehmen betrieben nicht die Fabrik, aber sie profitierten davon: Von den niedrigen Löhnen und den geringen Sicherheitsstandards. Darunter gelitten haben die, die oft für weniger als 100 $ im Monat Kleidungsstücke für den globalen Markt produzierten. Mehr Informationen dazu gibt es hier.
Aber auch schon davor sind die Stimmen in Deutschland lauter geworden, die eine stärkere Pflicht von Unternehmen zur Wahrung der Menschenrechte entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreichen wollen.

Die 2011 verabschiedeten UN-Leitprinzipien (Link zum Abschnitt) für Wirtschaft und Menschenrechte haben eine Entwicklung befördert, die zu immer stärkeren Verpflichtungen von Unternehmen weltweit geführt hat.
Dabei sind unterschiedliche Ebenen zu unterscheiden. Einen guten Überblick über die internationale Entwicklung bietet eine Studie der Friedrich Ebert Stiftung.