119668140 356095209098264 2541644861998995439 oEinigkeit ist ein seltenes Gut in der Politik, besonders in unserer heutigen Zeit. Umso eindeutiger ist das Ergebnis der vorliegenden Befragung: Insgesamt befürworten 75% der Deutschen ein Lieferkettengesetz. Diese Daten gehen aus der kürzlichen erhobenen Umfragen von infratest dimap hervor. Die Umfrage wurde von der Initiative Lieferkettengesetz in Auftrag gegeben (Quelle).

Dies zeigt nicht nur, dass sich der Großteil der Menschen mehr Schutz für Menschenrechte und Transparenz innerhalb der Lieferketten wünscht, sondern es ist gleichzeitig ein deutlicher Appell an die Politik und an Wirtschaftsminister Altmaier.

Die letzten Wochen gewann die Diskussion um ein Lieferkettengesetz an Fahrt. Am Dienstag, 14.07.2020, haben Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil in einer gemeinsamen Pressekonferenz die Ergebnisse der zweiten Befragungsrunde des NAP-Monitorings bekanntgegeben.

Aktionsworkshops 2020 Flyer

Politische Veränderungen bedürfen einer starken Zivilgesellschaft!

Wir laden Interessierte und Aktive aus der Zivilgesellschaft zu einem Aktionsworkshop ein. Mit Expert*innen wollen wir die Hintergründe verstehen und uns mit den Kernbotschaften und Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz beschäftigen. In einem zweiten Teil lernen wir verschiedene Argumentationsstränge kennen und beschäftigen uns mit Aktionsmöglichkeiten für Lokalgruppen.

Forderungspapier EU RatspräsidentschaftAm 1.7. übernimmt die Bundesregierung für sechs Monate die Präsidentschaft des EU-Rats. In Kürze wird sie die Schwerpunkte ihres Präsidentschaftsprogramms vorstellen. Der VEN und weitere Organisationen, darunter Brot für die Welt, das CorA-Netzwerk und Amnesty Deutschland, fordern die Bundesregierung in einem Positionspapier auf, das Thema Wirtschaft und Menschenrechte prioritär zu behandeln.

Initiative logo schwarz rgb

Im September 2019 startete die bundesweite „Initiative Lieferkettengesetz".

Gemeinsam mit den Eine Welt-Regionalpromotor*innen lädt der VEN zivilgesellschaftliche Akteure zu einem Austausch-/Vernetzungstreffen ein. Neben einem Input zum Hintergrund und aktuellen Stand der Initiative soll es um den Austausch von eventuell geplanten Aktivitäten gehen. Es sind ebenso diejenigen Gruppen eingeladen, die sich nur informieren wollen aber keine Aktivitäten in dem Bereich planen.

Handy Aktion NDSAuftakt-Webinar, Freitag, 19.06.2020, 15.30 – 17.00 Uhr

Die HANDYAKTION macht auf die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Handyproduktion und des kurzlebigen Handy-Konsums aufmerksam. Als Sammelaktion mit Sammelboxen für alte und kaputte Handys bietet sie eine Chance, fachgerechtes Recycling sicherzustellen. Zum anderen ist die Aktion ein Scharnier für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit/Globales Lernen zu den Themen Rohstoffe und Konfliktmineralien, Ressourcenverbrauch und nachhaltiger Konsum.

Sport handelt fair LogoSport handelt fair ein Zusammenschluss aus NGOs, Sportvereinen, Verbänden und Kommunen, die sich bundesweit aktiv für die Themen Sport, Fairer Handel und Nachhaltigkeit einsetzen. Das Ziel ist es, dass der Sport in Deutschland eine aktive Rolle zur Verbesserung der Menschen- und Arbeitsrechtsbedingungen in der Sportindustrie und Konsumartikelherstellung einnimmt. Der VEN ist als Ansprechpartner in Niedersachsen mit dabei.

12 Argumente für eine RohstoffwendeDer AK Rohstoffe zeigt in seiner neuen Veröffentlichung „12 Argumente für eine Rohstoffwende“ die vielfältigen Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsprobleme, die mit dem Abbau, der Weiterverarbeitung, dem Verbrauch und der Nutzung von Rohstoffen einhergehen. Das Papier steht als Download zur Verfügung.

Flyer Menschenrechtsverbrechen in Textilfabriken

Freitag, 24. April 2020: Online-Diskussion mit Bernd Lange (MEP) und Thomas Rudhof-Seibert (medico International) von 15.00 – 16.30 Uhr: anschliessend Aktionsratschlag bis 17.30 Uhr

Eine Videodokumentation (und Audio) der Veranstaltung ist jetzt online verfügbar.

Vor 7 Jahren ist die Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch eingestürzt. Bei dem bisher größten Unfall in der internationalen Textilindustrie starben mehr als tausend Menschen. Anlässlich des Jahrestages wollen wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie ist die aktuelle Situation in der Textilindustrie in den Herstellerländern unter dem Vorzeichen von Corona? Wie sind die aktuellen Initiativen zum „Lieferkettengesetz“ und zum „Binding Treaty“ zu bewerten? Welche Chancen bietet dabei die EU-Präsidentschaft Deutschlands ab 1. Juli 2020?

Initiative logo schwarz rgbIm September 2019 startete die bundesweite „Initiative Lieferkettengesetz".

Der VEN lädt zivilgesellschaftliche Akteure zu einem Austausch-/Vernetzungstreffen ein. Neben einem Input zum Hintergrund und aktuellen Stand der Initiative soll es um den Austausch von eventuell geplanten Aktivitäten gehen. Es sind ebenso diejenigen Gruppen eingeladen, die sich nur informieren wollen aber keine Aktivitäten in dem Bereich planen.

Lieferkettengesetz Forderungen Shareable 1080x1080 4Ein Lieferkettengesetz in Deutschland ist machbar – für Unternehmen genauso wie für den Gesetzgeber. Das zeigt ein Rechtsgutachten der Initiative Lieferkettengesetz, erstellt von Rechtsexpert*innen des Bündnisses mit Unterstützung durch Rechtsanwalt Robert Grabosch. Unternehmen in Deutschland sollen mit einem solchen Gesetz dazu verpflichtet werden, Mensch und Umwelt bei ihren globalen Geschäften besser zu schützen.

Die Pressemitteilung der Initiative Lieferkettengesetz finden Sie hier.

Das Rechtsgutachten steht als Download bereit.

Titelbild SammelbandIn diesem Sammelband hat der VEN unterschiedliche Perspektiven zu Wirtschaft und Menschenrechten zusammen getragen. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann beschreibt die Rolle des Landes für eine nachhaltige Gestaltung der deutschen Wirtschaft. Auch die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland und der VEN gehen auf Handlungsfelder der Bundesländer ein. Die Unternehmensberatung Löning- Human Rights & Responsible Business beschreibt beispielsweise, mit welchen Schritten Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommen können.

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textile 3751272 640Für 2020 hatte sich die Bundesregierung vorgenommen, 50 Prozent seiner Textilien nachhaltig einzukaufen. Angesichts der drohenden Verfehlung des eigenen Ziels, wenden sich die agl und Landesnetzwerke zusammen mit anderen Organisationen im Themenbereich an das Bundeskanzleramt, die Nachhaltige Beschaffung von Textilien als Vorbildprojekt anzugehen und seiner Verantwortung entlang der Lieferkette nachzukommen. Die Organisationen fordern einen Zeitplan, bis wann der Leitfaden und Stufenplan umgesetzt wird, konkrete Maßnahmen und eine verbindliche Verankerung menschenrechtlicher und umweltbezogener Mindestkriterien im Vergaberecht für alle Bundesbehörden.

LogoCloud 09 12 2019Dezember 2019 - In den vergangenen Wochen wurden zunehmend Stimmen aus Politik und Wirtschaft für eine gesetzliche Regulierung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten lauter.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller gaben bekannt, dass sie ein Lieferkettengesetz planen. Trotz des NAP-Monitorings soll an einem Gesetz gearbeitet werden. Im Rahmen des NAP-Monitoring wurde untersucht, ob und inwiefern deutsche Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten bereits nachkommen. Von 3.000 angefragten Unternehmen haben lediglich 464 Unternehmen geantwortet. Von den teilnehmenden Unternehmen bestehen nur 20% das Monitoring.

Im Herbst hatten der VEN, die Industrie- und Handelskammer Hannover und die Initiative EZ-Scout des BMZ zu einem Business Roundtable Wirtschaft und Menschenrechte eingeladen. Vertreter*innen von Unternehmen, aus Ministerien und Politik sowie Engagierte aus der Zivilgesellschaft und Interessierte tauschten sich zu den Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung menschenrechtlicher Unternehmensverantwortung aus. Eine Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Studie Respect for HR Snapshot German CompaniesIn den vergangenen Wochen sind mehrere Studien erschienen, die die Unternehmensperformance in Bezug auf Menschenrechte untersucht haben. Z. B. hat das Business & Human Rights Resource Centre (BHRRC) die Studie "Achtung Menschenrechte: Eine Kurzbewertung der größten deutschen Unternehmen" veröffentlicht. Laut Studie belegen 90% (18/20) der Unternehmen nicht ausreichend, wie sie mit ihren Menschenrechtsrisiken umgehen (menschenrechtliche Sorgfaltspflicht).

Lieferkettengesetz Motiv Allgemein Facebook 1200x630Im September startete die bundesweite Initiative Lieferkettengesetz. Wir laden euch zu einem Multiplikator*innen-Workshop ein. Ihr bekommt einen Überblick über die Hintergründe, Inhalte und die Kernbotschaften der Initiative. Wir beschäftigen uns mit Beteiligungsmöglichkeiten für Lokalgruppen und geben ein Argumentationstraining.

Ulrich Brand, Autor des Buches „Imperiale Lebensweise“, gab einen Einblick in das Konzept der Imperialen Lebensweise. Gemeinsam mit Betriebsrät*innen aus Industrie und Einzelhandel und Klimaaktivist*innen wurde im Anschluss darüber diskutiert, welche Voraussetzungen eine solidarische Lebensweise hat und was wir ganz praktisch dafür tun können.
Das Video finden Sie hier.

mehrwert buttonDie strategische Beachtung von Menschenrechten in Liefer- und Wertschöpfungsketten wird für Unternehmen zunehmend wichtiger. Ende 2016 wurde der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) verabschiedet. Darin formuliert die Bundesregierung die klare Erwartung gegenüber allen Unternehmen, „den (…) Prozess der unternehmerischen Sorgfalt mit Bezug auf die Achtung der Menschenrechte in einer ihrer Größe, Branche und Position in der Liefer- und Wertschöpfungskette angemessenen Weise einzuführen.“ Momentan wird überprüft, inwiefern die deutsche Wirtschaft ihren sogenannten menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommt.