seltene erdenEffiziente Energiesparlampen, abriebfeste Autoreifen, leistungsstarke Elektromotoren - nur drei Beispiele, die es ohne die Metalle mit den seltsamen Namen nicht geben würde: Scandium, Ytterbium, Dysprosium oder Praeseodym. Ende des 18. Jahrhundert hatte man in Schweden angefangen, sie zu untersuchen - heute werden sie in vielen modernen Produkten eingesetzt.

Bei ihrer Entdeckung glaubte man tatsächlich, dass sie selten sind, schließlich wurden sie als Bestandteile von seltenen Mineralien entdeckt. Heute weiß man, dass diese Elemente überall auf der Welt vorkommen - man muss sie nur finden. Die Bezeichnung "Erden" ist ein alter chemischer Begriff für Verbindungen mit Sauerstoff, eine Form, in der die begehrten Metalle auch vorkommen. Aus diesen Elementen kann man vieles machen: Von der Automobil- zur Flugzeugindustrie, von der Photovoltaik zur Computerproduktion - fast alle Wirtschaftszweige brauchen diese Metalle mit ihren besonderen Eigenschaften.

Zum Beispiel Lanthan: Stromsparlampen und Auto-Katalysatoren, Flachbildschirme und Festplatten: Lanthan steckt in fast allen High-Tech-Produkten. Ein besonders wichtiger Einsatzbereich sind die modernen Hybrid-Autos. Diese brauchen eine ganze Menge Lanthan um möglichst lange fahren zu können: 15 Kilogramm von dem Metall sind in jeder Batterie eines solchen Autos. Lanthan kommt relativ häufig vor. Es wird aber, da große Mengen verbaut werden, auch in besonderem Maße nachgefragt. Das Wort Lanthan kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Es versteckt sich. Das tun die Seltenen Erden tatsächlich, denn sie kommen nie in ihrer reinen Form vor, sondern nur in Kombination mit anderen Elementen.

"Für China sind Seltene Erden das, was Öl für Saudi-Arabien ist", soll Deng Xiaoping, Chinas ehemaliger Machthaber, gesagt haben. Heute beherrschen die Chinesen mit ihrem Rohstoff tatsächlich den Markt. 97 Prozent der begehrten Metalle werden derzeit in China abgebaut. 2012 wurden vermutlich 190.000 Tonnen verbraucht. In Grönland, Schweden und auch in Deutschland hat man Vorkommen entdeckt, die aber noch nicht abgebaut werden. (Quelle: tagesschau.de)

 

Bild: Peggy Greb / Agricultural Research Service