Virtuelles Wasser

„Jedes Produkt, das wir konsumieren, hat eine spezielle verborgene Geschichte, ein ungeschriebenes Inventar seiner Werkstoffe, Ressourcen und Auswirkungen" (Paul Hawken, Umweltexperte). Das meiste Wasser verwenden wir hierzulande nicht zum trinken, kochen oder waschen, sondern in der Herstellung unserer Konsumprodukte: „Virtuelles Wasser beschreibt, welche Menge Wasser in einem Produkt oder einer Dienstleistung enthalten ist oder zur Herstellung verwendet wird. Mit der Berechnung des virtuellen Wasserfußabdrucks, den ein Produkt oder eine Dienstleistung hat, lässt sich die ökologische Situation der Produktionsbedingungen bewerten.

Der Anbau von Obst im Wüstenklima erfordert beispielsweise mehr Wasser als in gemäßigten Zonen. Zum anderen können über den Wasserfußabdruck internationale Wasserbeziehungen abgebildet werden" (www.virtuelles-wasser.de/virtuelles_wasser.html). In Deutschland verbraucht jeder Mensch täglich ca. 127 Liter Wasser zum trinken, kochen und waschen, aber 4.000 Liter virtuelles Wasser stecken in unseren täglichen Einkäufen und Anschaffungen.

 

Das „Water Footprint Network" der University of Twente in Enschede/Niederlande (www.waterfootprint.org) hat den durchschnittlichen Wasseraufwand pro Produkteinheit berechnet, der beim Anbau, bzw. der Produktion, Verarbeitung, dem Transport bis zum Ladentisch anfällt.

 

Einige Beispiele:


1 Blatt DIN A4 Papier: 10 Liter
1 Tasse Kaffee: 140 Liter
1 kg Gerste: 1.300 Liter
1kg Käse: 5.000 Liter
1kg Rindfleisch: 15.500 Liter
1 Auto von 1.450 kg Gewicht: 116.000 Liter

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