Recht auf Bildung: Das Problem

Noch immer gibt es ca. 800 Millionen Analpha­bet/innen weltweit. Vor allem Mädchen und Frauen sind benach­teiligt, fast zwei Drittel der Analphabet/innen sind weiblich. Insgesamt sinkt die Rate glücklicherweise. Trotzdem fehlen allein in Indien 100.000 Grundschulen. Laut der Internationalen Arbeitsorganisation ILO müssen ca. 218 Millionen Kinder arbeiten – schuften statt Schule.  Das Recht auf Bildung umfasst eine unentgeltliche Grundbildung für Kinder und, wo nötig, Erwachsene, einen nicht-diskriminierenden, gleichberechtigten Schulzugang aller Kinder eines Landes, die Möglichkeit, die Schule frei wählen zu können, sowie die Ausformulierung von konkreten Bildungszielen. Bildung gilt als „empowerment right“, stellt also eine zentrale­ Voraussetzung dar, die Menschen in die Lage versetzt, sich für andere Rechte eigenständig einzusetzen. Wenn also das Recht auf Bildung verwirklicht wird, stärkt es auch andere Menschenrechte.


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