Recht auf Arbeit: Die gute Nachricht
Nach der Übernahme des Euzkadi-Autoreifenwerks in El Salto/Mexiko durch Continental-Reifen verfügte der Konzern einen beispiellosen Abbau von Arbeitsrechten und Lohnsenkungen. Als die Arbeiter von Euzkadi dem nicht zustimmen wollten, schloss Continental im Dezember 2001 unangekündigt die Fabrik. Die Arbeiter gingen sofort in einen unbefristeten Streik und verhinderten, dass die Maschinen entfernt werden. Nach dreijährigem Arbeitskampf, Blockaden und Verhandlungen wurde dieser Streik schließlich von den höchsten mexikanischen Gerichten für rechtmäßig erklärt. Statt Entschädigungszahlungen einzufordern, verhandelten die Arbeiter mit Continental, dass ihnen das Werk mehrheitlich überlassen wird – es ging um das Recht auf Arbeit, nicht um Bargeld. Sie übernahmen das Werk in eigener Regie und überführten es in eine Genossenschaft. Diese produziert bis zum heutigen Tag Autoreifen, es gab bislang keine Entlassungen. Enrique Gomez von Euzkadi erzählt den Reality-Krimi von der Werksschließung bis zur Übernahme durch die Arbeiter im VEN-Hörbuch.





