Millenniumsziel 3: Gleiches Recht für Frauen und Mädchen
Mädchen und Jungen sollen auf allen Bildungsebenen gleiche Chancen und Behandlung bekommen.
80% der Armen weltweit sind Frauen und Mädchen. Schon im Bildungsbereich gibt es starke Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen. Von den 771 Millionen erwachsenen Analphabeten weltweit sind zwei Drittel Frauen.Ohne Grundschulbildung haben sie kaum eine Chance, eigenes Einkommen zu verdienen und damit wirtschaftlich unabhängig zu werden.
Global gesehen verrichten Frauen zwei Drittel aller geleisteten Arbeit. Sie erhalten dafür aber nur ein Zehntel des Einkommens und besitzen nur 1 % des Eigentums. Häufig sind sie zudem durch die Betreuung ihrer Familien und die Erwirtschaftung von Einkommen einer Mehrfachbelastung ausgesetzt. Zugleich haben Frauen oft eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft, im Bildungs- und Gesundheitswesen und für den Zusammenhalt von Familien und Dorfgemeinschaften. Frauen sind in vielen Ländern benachteiligt, werden nicht respektiert oder werden diskriminiert. In zahlreichen nationalen Parlamenten sind sie weniger oder gar nicht vertreten. Wirtschaftlich sind Frauen eher in unterbezahlten Bereichen tätig und erhalten für die gleiche Arbeit in der Regel geringere Löhne als ihre männlichen Kollegen. Auch dieses Ziel ist, mit Ziel 2 (Förderung der Grundschulbildung), Ziel 4 (Senkung der Kindersterblichkeit) und Ziel 6 (Bekämpfung von AIDS) vernetzt. Die Fortschritte auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Geschlechter reichen nicht aus, um bis 2015 die Geschlechterdefizite im Bildungsbereich zu überwinden. Bisher haben nur zwei Drittel von 181 Ländern eine Gleichberechtigung im Zugang zur Grundschulbildung erreicht.





