Newsletter No. 17 vom 23.6.2010

Es war nicht anders erwartet, die Weltmeisterschaft ist und bleibt Thema

Nummer eins.

 

Die Zeitungen sind ueberfuellt mit positiven Nachrichten - neben dem
Fussballspiel. Die Kriminalitaet z.B. ist gesunken, das belegen Statistiken
der letzten zwei Monate. Experten sagen, dass im Jahre 2003, dem Jahr in
welchem die Cricket Weltmeisterschaft in Suedafrika ausgetragen wurde,
deutlich hoehere Kriminalitaet verzeichnet wurde. 44.000 police officers
wurden fuer die Weltmeisterschaft trainiert und eingestellt - alarmbereit
gemacht. Die anderen 190.000 arbeiten oftmals mit „Ueberstunden" am Tag. Ob
diese „noetigen" Ueberstunden dann letztlich sogar von Fifa bezahlt werden,
steht im Augenblick zur Debatte.

Auch der boomende Tourismus ist ein interessantes Thema. Rein wirtschaftlich
sind die bisher gezaehlten 456.000 Touristen lobenswert - Zuwachs erwartet.

Mit so vielen Besuchern passieren dann auch immer mal wieder haeufiger
spannende Zwischenfaelle. 29 Argentinische Fans wurden schon wieder nach
Hause „geflogen", zwei Niederlaenderinnen werden verhaftet weil sie einen
orangenem Rock, mit der Werbung eines hollaendischen Bieres darauf, getragen
haben. Werbung ohne die Erlaubnis von Fifa ist im Gastland der WM verboten.

 

Als das Eroeffnungsspiel, SuedAfrika gegen Mexico, vorbei war, war die
Stimmung durchaus positiv. Das Spiel wurde von suedafrikanischer Seite zwar
nicht gewonnen, aber immerhin ein Unentschieden. In den Zeiten vor Beginn
der WM und bis zum letzten Spiel gegen Uruguay waren jegliche Bafana Bafana
Trikots ausverkauft - ueberall. Nach der Niederlage letzten Mittwoch spricht
man davon, die Shirts zu verbannen. SuedAfrika ist enttaeuscht und man
spricht mit sehr gemischten Gefuehlen vom Effekt der Weltmeisterschaft.

 

Das Spiel gegen Uruguay war der Tod und beim Spiel gegen Frankreich wird das
Begraebnis stattfinden, so sagen manche. Zusaetzlich war am Tag der
Niederlage der sogannte „Youth Day" in Sued Afrika. Der 16. Juni soll an die
Aufstaende im Township Soweto erinnern, welche gegen die absolute
Einfuehrung der Sprache Afrikaans protestierten. Durch den Tod Hector
Pietersons, ein schwarzer Schueler der waehrend den Aufstaenden von der
Polizei erschossen wurde, zeigte sich die Gewalt des Apartheidregimes.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hector_Pieterson

Zurück